CIGARRO

Ιστορίες

JFK und die 1200 Upmann

5 Αυγούστου 2026


Αυτό το περιεχόμενο δεν είναι ακόμη διαθέσιμο στα ελληνικά — εμφανίζεται το γερμανικό πρωτότυπο.

Die Geschichte hat nur einen Zeugen — aber der sass in der ersten Reihe. Pierre Salinger, Pressesprecher von John F. Kennedy, erzählte sie 1992 im Magazin Cigar Aficionado so: An einem Februarabend 1962 rief ihn der Präsident zu sich und bat um einen ungewöhnlichen Dienst — bis zum nächsten Morgen rund tausend «Petit Upmanns» zu beschaffen, kleine Petit Coronas der Marke H. Upmann und Kennedys erklärte Lieblingszigarre. Salinger telefonierte sich durch die Zigarrengeschäfte Washingtons und meldete am Morgen Vollzug: 1200 Stück. Kennedy lächelte, zog ein Dokument aus der Schublade und unterschrieb — den Erlass, der den Handel mit Kuba beendete. Von da an waren Habanos in den USA verbotene Ware. Der Präsident hatte vorgesorgt.

Was ist dran? Die Anekdote geht allein auf Salingers eigene Erzählung zurück. Die Archive bestätigen Kennedys Vorliebe für kubanische Zigarren, belegen den nächtlichen Grosseinkauf aber ebenso wenig, wie sie ihn widerlegen. Aktenkundig ist nur die nüchterne Chronologie: Kennedy unterzeichnete die Proklamation 3447 am 3. Februar 1962, am 7. Februar trat das Embargo in Kraft — Salingers Erzählung verdichtet diese Tage zu einer einzigen, perfekt gebauten Szene. Er selbst ist bei seiner Version geblieben.

Ob wortwörtlich wahr oder im Rückblick zugespitzt: Die Geschichte überlebt, weil sie eine grössere Wahrheit trifft. Das Embargo, als kurzfristige Massnahme des Kalten Kriegs gedacht, besteht in Grundzügen bis in die Gegenwart — und trennt den grössten Zigarrenmarkt der Welt noch immer von der berühmtesten Zigarreninsel. Kennedy ahnte offenbar, dass Nachschub schwierig würde. Damit lag er richtig wie kaum ein Zweiter.