CIGARRO

Ιστορίες

Churchill und seine Zigarre

8 Σεπτεμβρίου 2026


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Winston Churchill ohne Zigarre — dieses Bild existiert kaum. Die Havanna gehörte zu seiner öffentlichen Erscheinung wie der Hut und das V-Zeichen, und er pflegte diese Ikonografie durchaus bewusst: Die Zigarre war ihm Requisit, Trostspender und Botschaft der Unerschütterlichkeit in einem.

Seine Vorliebe für den Habano begann früh. 1895 reiste der zwanzigjährige Churchill als Kriegsberichterstatter nach Kuba — und kehrte mit einer Leidenschaft zurück, die ihn sieben Jahrzehnte begleitete. Er bevorzugte grosse Formate, unter anderem der Marken Romeo y Julieta und La Aroma de Cuba; auf seinem Landsitz Chartwell lagerten zeitweise drei- bis viertausend Stück. Auch die Londoner Händler führten Buch: Das Traditionshaus James J. Fox verzeichnete allein für ein halbes Jahr 1964 — Churchill stand da im neunzigsten Lebensjahr — über 1300 an ihn verkaufte Zigarren.

Wie viele es im ganzen Leben waren, weiss niemand. Zeitgenossen berichten von acht bis zehn am Tag, wobei Churchill viele davon eher kaute und erkalten liess, als sie zu rauchen. Die oft zitierte Viertelmillion über die Lebenszeit ist eine Hochrechnung aus solchen Angaben — eine plausible Schätzung, keine Buchhaltung.

Die grösste Ehrung kam aus Havanna selbst: Die Marke Romeo y Julieta taufte ihr grosses Flaggschiff auf seinen Namen — der Überlieferung nach im Anschluss an seinen Kuba-Besuch nach dem Zweiten Weltkrieg. Daraus wurde eine Gattung: Das Churchill-Format misst rund 18 Zentimeter bei Ringmass 47 und steht für die lange, würdevolle Zigarre schlechthin. Der Name ist geblieben — in den Katalogen fast aller Hersteller heisst dieses Format heute schlicht Churchill.