CIGARRO

Ιστορίες

Castro, Cohiba und das Aufhören

29 Αυγούστου 2026


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Am Anfang steht keine Marketingidee, sondern ein Leibwächter mit einer guten Zigarre. Die Geschichte, wie Fidel Castro sie selbst erzählte: Mitte der 1960er-Jahre fiel ihm der Duft der Zigarre auf, die einer seiner Leibwächter rauchte — eine private Fuma, gerollt von dessen Freund, dem Torcedor Eduardo Rivera. Castro liess Rivera kommen, und aus dessen Mischung entstand ab 1966 in einer bewachten Villa im Havanneser Vorort El Laguito eine Zigarre, die offiziell gar nicht existierte: die Cohiba, benannt nach dem Wort der Taíno für ihre gerollten Tabakblätter. Sechzehn Jahre lang blieb sie Staats- und Diplomatengeschenk, das Kubas Gäste erhielten und kein Geld kaufen konnte; erst 1982 kam sie in den freien Handel.

Der prominenteste Raucher der Marke wurde zugleich ihr berühmtester Aussteiger. Am 26. August 1985 — das Datum nannte Castro 1994 im Interview mit dem Magazin Cigar Aficionado selbst — legte er die Zigarre weg: Kuba führte damals eine breite Anti-Tabak-Kampagne, und der Comandante erklärte, er müsse mit gutem Beispiel vorangehen. Soweit bekannt, blieb er dabei.

Ein Ausspruch aus den Jahren danach ist weniger sauber verbürgt. Agenturberichte von 2006 überliefern ihn ohne Datum und Anlass: «Raucht sie, wenn ihr wollt — aber das Beste, was ihr mit dieser Kiste tun könnt, ist, sie eurem Feind zu schenken.»

Die Cohiba hat den Abschied ihres Schöpfers unbeschadet überstanden. Sie wurde zum Aushängeschild des Habano schlechthin, zur Prestigemarke der Insel — und, der zuverlässigste Beleg für Ruhm in dieser Branche, zur wohl meistgefälschten Zigarre der Welt.