Θεωρία
Anbau und Ernte
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Zwischen dem winzigen Tabakkorn und dem ersten Zug an einer Zigarre liegen Jahre — und die entscheidenden Wochen davon spielen sich auf dem Feld ab. Verstehst du, was dort geschieht, liest du später jede Zigarre mit anderen Augen.
Vom Saatbeet aufs Feld
Tabaksamen sind so fein, dass ein Gramm Tausende von ihnen enthält. Gesät wird deshalb nicht direkt aufs Feld, sondern in geschützte Saatbeete. Nach typischerweise 45 bis 50 Tagen sind die Setzlinge etwa handhoch und kräftig genug, um umgepflanzt zu werden. Auf dem Feld wächst die Pflanze dann rasant: Als Faustregel beginnt die Ernte rund 40 bis 60 Tage nach dem Umpflanzen — in Kuba oft am unteren, in anderen Terroirs eher am oberen Ende dieser Spanne.
Sonne oder Schatten
Wie das Blatt wird, entscheidet auch das Licht. Tabak in voller Sonne bildet dickere, dunklere und kräftigere Blätter aus — ideal für Einlage und Umblatt, aber auch für markante Deckblätter. Für besonders feine Deckblätter greifen Pflanzer zum Tapado, dem Anbau unter Stoffbahnen: Das gefilterte Licht lässt dünnere, elastische Blätter von gleichmässiger Textur wachsen. Nach diesem Prinzip entstehen Kubas Deckblätter ebenso wie das berühmte Connecticut Shade; in Ecuador übernimmt die fast permanente natürliche Wolkendecke die Rolle des Tuchs.
Von unten nach oben
Geerntet wird nicht die ganze Pflanze auf einmal, sondern Blatt für Blatt, Etage um Etage — von unten nach oben, weil die Blätter in dieser Reihenfolge reifen. Beim ersten Durchgang nehmen die Erntehelfer die untersten Volado-Blätter, dann kehren sie im Abstand von etwa einer Woche zurück und pflücken je zwei bis drei Blätter pro Pflanze, hinauf über das Seco bis zum Ligero, das zuletzt reift. So zieht sich eine einzige Ernte über mehrere Wochen — und jedes Blatt kommt im richtigen Moment von der Pflanze.
Die Scheune: Air-Curing
Frisch geerntet ist das Blatt grün und feucht — und ungeniessbar. In der Tabakscheune — auf Kuba casa de tabaco genannt — werden die Blätter paarweise an Latten aufgehängt und trocknen dort typischerweise sechs bis acht Wochen an der Luft. Dabei wandelt sich die Farbe von Grün über Gelb zu Braun, während Chlorophyll abgebaut wird und Feuchtigkeit entweicht. Die Bauern steuern den Prozess allein über Türen und Luken, mit denen sie Luftzug und Feuchtigkeit regulieren. Rauchbar ist der Tabak damit noch lange nicht: Jetzt beginnt erst die Fermentation — ihr widmet sich das nächste Kapitel.
Κουίζ κεφαλαίου
Ερώτηση 1 από 3
Wann beginnt die Ernte als Faustregel?