Marken
Fratello
Der Lebenslauf von Omar de Frias zählt zu den ungewöhnlicheren der Branche: Der frühere Basketballprofi arbeitete jahrelang für die NASA — zunächst noch parallel zur jungen Marke — und wechselte erst 2016 vollständig in die Zigarrenwelt. 2013 gründete er Fratello — italienisch für «Bruder» — und fand bereits im Gründungsjahr breite Beachtung im amerikanischen Fachhandel.
Der Name ist Programm: Fratello versteht die Zigarre als Anlass, Menschen zusammenzubringen — die Bruderschaft am Aschenbecher als Markenkern. Die NASA-Vergangenheit blieb dabei sichtbar; mehrere Linien tragen Anspielungen auf die Raumfahrt und geben dem Portfolio eine erkennbare Handschrift, ohne den Tabak zur Nebensache zu machen.
Die Produktion liegt bei Partnermanufakturen in Mittelamerika und der Karibik. Das Sortiment umfasst unter anderem die Stammlinie Classico, die hellere Bianco, die Oro und die mehrfarbig gestaltete Arlequin; mit der Sorella — der «Schwester» — trägt eine Linie den familiären Gedanken schon im Namen. Dazu kommen wechselnde Kleinserien und Sondereditionen, teils exklusiv für einzelne Märkte — für die Schweiz etwa eine eigene Cowbell-Edition.