Marken
Davidoff
Die Geschichte von Davidoff beginnt in einem Genfer Ladenlokal: 1911 eröffnete die aus dem Russischen Reich eingewanderte Familie Davidoff ihr Tabakgeschäft, in dem Sohn Zino zum wohl einflussreichsten Zigarrenhändler des 20. Jahrhunderts heranwuchs. Zino Davidoff prägte Massstäbe weit über sein Geschäft hinaus — von der klimatisierten Lagerung bis zur Idee, Zigarrenlinien wie grosse Weine zu benennen: Seine Château-Serie trug die Namen der Bordeaux-Güter.
1968 entstand in Zusammenarbeit mit dem kubanischen Staatsbetrieb Cubatabaco eine eigene Habano-Marke Davidoff; ab 1970 führte das Basler Familienunternehmen Oettinger die Marke gemeinsam mit Zino weiter. 1990 kam der Bruch mit Kuba — seither entstehen Davidoff-Zigarren in der Dominikanischen Republik, eine Entscheidung, die den Ruf der dominikanischen Fertigung endgültig festigte.
Der Stil des Hauses gilt als Inbegriff der gepflegten Milde: präzise Konstruktion, feine, ausbalancierte Ligadas, eher Eleganz als Wucht — wobei Linien wie die Davidoff Nicaragua bewusst kräftigere Register ziehen. Zu den bekannten Reihen zählen Grand Cru, Aniversario, die Millennium-Serie und die Winston-Churchill-Linie. Geführt wird die Marke bis heute von Oettinger Davidoff in Basel — als schweizerisches Familienunternehmen mit dominikanischem Herz.